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Keep on rollin‘: Die Nabe deines Fahrrads
Fahrradnaben sitzen im Zentrum deines Laufrads und sorgen dafür, dass es sich dreht. Sie nehmen die Speichen auf und übertragen durch diese, jedenfalls was die Hinterradnaben betrifft, die Antriebsenergie auf Felgen und Reifen und somit auf die Straße. Dass sie das Rollverhalten deines Bikes somit maßgeblich beeinflussen, ist nun vermutlich schon überflüssig zu betonen. Möchtest du auf hochwertige Industrielager setzen oder lieber auf Konuslager, bei denen du selbst Hand anlegen kannst? Wie funktioniert ein Freilauf? Hier erfährst du alles Wissenswerte, so dass du mit gutem Gefühl zuschlagen kannst!
📌 Deine neue Nabe: Worauf du achten solltest
- Speichen: Passt die Anzahl der Speichenlöcher zu deiner Felge? J-Bend oder Straight-Pull?
- Bremssysten: Brauchst du eine Aufnahme für eine Bremsscheibe? Und wenn ja, welchen Standard (Sechsloch oder Center-Lock)?
- Passt der Freilauf zu deiner Kassette?
- Schnellspanner oder Steckachse?
- Hat die Nabe die richtige Einbaubreite?
Aufbau und Funktion von Fahrradnaben
Egal ob Vorderrad oder Hinterrad, ob Rennrad, Gravelbike oder MTB – allen Naben bestehen aus einem Nabenkörper, einer Lagerung und einer Achse mit Klemmung, um die Nabe in den Ausfallenden des Rahmens bzw. der Gabel zu befestigen. Darüber hinaus gibt es aber auch einige wesentliche Unterschiede.
Was ist eine Straight-Pull-Nabe?
Einer der auffälligsten ist die Aufnahme der Speichen. Naben sind entweder für Speichen mit klassisch gebogenem Ende (J-Bend) oder für gerade Speichen konstruiert (Straight-Pull).
- Die klassischen Naben (J-Bend) erkennst du am Flansch. Darunter versteht man eine flache Scheibe mit Bohrlöchern quer zur Fahrtrichtung, in die man die Speichen mit dem gebogenen Ende einhängt.
- Mittlerweile sind aber auch zahlreiche Naben auf dem Markt, die gerade Speichen aufnehmen können (Straight-Pull-Naben). Du erkennst sie daran, dass sie keinen Flansch haben, sondern kleine Löcher mit Gewinden direkt im Nabenkörper.
Wenn du mehr über die beiden Speichentypen erfahren möchtest, schau gern auch mal in unseren Infotext zum Thema Speichen!
Vorderrad-Naben
Naben, die in Vorderrädern verbaut werden, sind in der Regel simpler konstruiert als die Kolleginnen am Hinterrad. Außer den Basics, die alle Naben gemeinsam haben, gibt es keine zusätzlichen Features. Hier musst du nur darauf achten, dass sie mit deinem Bremssystem kompatibel sind (Scheiben- oder Felgenbremse) und dass die passende Anzahl an Speichen montiert werden kann.
Antriebs- oder Hinterradnaben
Hinterradnaben übertragen bei den meisten Fahrädern die Antriebsenergie, die sie über Kurbel, Kettentrieb und Ritzel erhalten. Wenn du eine Hinterradnabe kaufen möchtest, wirst du in der Regel um das Thema „Freilauf“ nicht herumkommen. Er fungiert als Bindeglied zwischen Nabe und Ritzeln und bewirkt, dass die Kurbel sich nicht weiterdreht, wenn du aufhörst zu treten (siehe hierzu weiter unten). Fast alle Hinterradnaben haben einen Freilauf. Nur, wenn du Fixie fährst oder auf der Radbahn deine Runden drehst, kannst du das Thema überspringen, denn bei diesen Fahrradtypen wird ein einzelnes Ritzel starr auf der Nabe montiert.
Center-Lock vs. Sechsloch
Diese beiden Begriffe sind dir möglicherweise schon öfter in unserem Shop begegnet. Sie betreffen dich, wenn du eine Nabe für Scheibenbremsen suchst. Die Bremsscheibe wird nämlich direkt an der Nabe befestigt – und hierzu gibt es zwei gängige Standards.
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Center-Lock-Naben haben einen ringförmigen, mit vielen kleinen Zähnen versehenen Bereich. Die hierzu passende Bremsscheibe ist auf einen Träger mit genau entsprechendem Zahnprofil genietet. Sie wird mit einem Verschlussring fixiert, wozu Spezialwerkzeug erforderlich sein kann.
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Sechsloch-Naben verfügen hingegen über eine Aufnahme, die oft an einen Sechszackigen Stern erinnert. Jeder Zacken hat ein Loch zur Befestigung der Bremsscheibe. Um sie zu montieren, benötigst du nur den passenden Drehmomentschlüssel.
Die beiden Standards sind auch mit Adapterlösungen nur teilweise kompatibel. Am besten überlegst du dir also im Voraus, welcher dir sympathischer ist.
Nabenlagerung
Damit alles geschmeidig und reibungslos läuft, sind Fahrradnaben mit Kugellagern ausgestattet. Natürlich gibt es auch hier Unterschiede, vor allem in der Qualität. Wir stellen dir die beiden gängigen Typen vor.
Industrielager
Vor allem in hochwertigen Naben werden gern Industrielager verwendet, auch Rillenkugellager genannt. Sie sind genormt (DIN 625) und werden als fertige Einheit in die Nabe gesetzt, die du nicht öffnen kannst. Es gibt sie mit Stahl- oder, die absolute Highend-Variante, mit Keramik-Kugeln („Keramiklager“). Da sie ursprünglich für industrielle Zwecke gebaut wurden (deshalb auch der Name), sind sie äußerst präzise, langlebig und wartungsarm. Einziger Nachteil: Haben Industrielager doch irgendwann durch Feuchtigkeit, Salz oder zu viel Putzeifer Schaden genommen, können sie nicht repariert, sondern nur ausgetauscht werden.
Konuslager
Der Klassiker bei Fahrradnaben sind Konuslager (auch Schrägkugellager). Hochwertige Konuslager können ebenfalls sehr präzise eingestellt werden. Sie müssen allerdings gelegentlich gefettet und nachjustiert werden, damit sie mit möglichst wenig Spiel laufen. Vorteil: Ihre Lebensdauer liegt in deiner Hand. Wenn du sie regelmäßig wartest, hast du lange Freude an ihnen.
Der Freilauf deines Fahrrads
Sehr viel Tuning-Potential liegt auch im Freilauf verborgen. Er ist ein entscheidender Faktor für die Qualität deiner Hinterradnabe. Du kannst zwischen zwei gängigen Typen wählen:
Sperrklinkenfreilauf
Variante eins ist der Sperrklinkenfreilauf. Hier sitzen auf dem Freilaufkörper mehrere Sperrklinken, die durch Federn gespannt sind. Rotiert der Träger, auf dem deine Ritzel befestigt sind, nach vorn, was der Fall ist, wenn du in die Pedale trittst, greifen die Klinken in kleine Vertiefungen im Ritzelträger und übertragen deine Muskelkraft auf die Nabe. Wenn du die Beine hebst, steht der Ritzelträger still, der Freilaufkörper und die Nabe drehen jedoch weiter. Dann rutschen die Sperrklinken unter den Vertiefungen hindurch – wobei auch der charakteristische Freilaufsound entsteht.
Zahnscheibenfreilauf
Variante zwei, der Zahnscheibenfreilauf, funktioniert im Prinzip ganz ähnlich wie ein Freilauf mit Sperrklinken. Es wird eine Verbindung zwischen Freilaufkörper und Ritzelträger geschaffen, die in eine Richtung ineinandergreift, in die andere aber nicht. In diesem Fall entsteht sie durch zwei Zahnscheiben, die von einer Feder auseinandergedrückt werden: Die eine Scheibe sitzt im Ritzelträger, die andere auf dem Freilaufkörper.
Zahnscheibenfreiläufe werden vor allem von DT Swiss verbaut (Ratchet-Technologie). Der Vorteil: Die Zahnscheibe hat eine größere Auflagefläche und vermeidet dadurch Punktbelastungen, was sie besonders robust und zuverlässig macht.
Freilauf: Die wichtigsten Montagestandards im Überblick
Wichtig beim Freilauf ist, dass er zu deiner gewünschten Kassette passt. Leider kocht hier – wie so oft – jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Deshalb zum Abschluss ein Überblick über die gängigen Standards:
Shimano HG (Hyperglide) für MTB
- Für acht-, neun-, zehn- und elffach-Mountainbikekassetten von Shimano, deren kleinstes Ritzel mindestens elf Zähne hat
- Auch Kassetten verschiedener anderer Hersteller inklusive SRAM sind möglich, aber nicht SRAM XD/XDR (siehe dazu weiter unten). Im Zweifelsfall auf die Kompatibilitätshinweise der Fremdanbieter achten!
- Der Shimano HG für MTB wird auch als HG spline M bezeichnet
Shimano HG (Hyperglide) Road
- Für acht-, neun-, zehn-, elf- und zwölffach-Rennradkassetten von Shimano und Fremdanbietern geeignet, bei denen das kleinste Ritzel mindestens elf Zähne hat
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SRAM ist kompatibel, aber nicht SRAM XD/XDR (siehe dazu weiter unten)
- Bei Acht- bis Zehnfach-Kassetten ist ein Spacer notwendig
- Der Shimano HG Road wird auch als HG spline L bezeichnet
Shimano Micro Spline
- Für zwölffach MTB-Kassetten von Shimano und lizensierten Fremdanbietern (Kompatibilitätshinweise beachten)
- Ermöglicht die Verwendung eines kleinsten Ritzels mit zehn Zähnen
SRAM XD
- Für elf- und zwölffach-Kassetten von SRAM und verschiedenen Fremdanbietern
- Eingeführt zur Ermöglichung eines kleinsten Ritzels mit zehn Zähnen oder weniger
- Nicht verwendbar mit HG-kompatiblen Kassetten oder SRAM XDR
SRAM XDR
- Für SRAM-Road-zwölffach-Kassetten
- SRAM-XD-Kassetten mit Spacer möglich
Freilauf-Montagestandards bei Campagnolo
- Verschiedene eigene Standards, z.B. Campagnolo N3W (mit Platz für die Verwendung von Dreizehnfach-Kassetten)
- Allen ist gemeinsam: Nicht verwendbar mit Shimano, SRAM oder Drittanbietern, die mit diesen kompatibel sind